Wann fühlt man sich eigentlich bereit – und wer entscheidet das?

Es gibt diese Frage, die viele nicht laut aussprechen –
aber die trotzdem regelmäßig auftaucht.

Meistens abends. Oder in ruhigen Momenten. Oder genau dann, wenn eigentlich alles „ganz gut läuft“.

Wann fühlt man sich eigentlich bereit?
Und woran macht man das überhaupt fest?

Vielleicht kennst du das auch.
Du hast dir etwas aufgebaut. Du arbeitest. Du hast Kundschaft. Du wirst weiterempfohlen.
Und trotzdem sitzt da dieser Gedanke irgendwo im Hinterkopf und meldet sich immer mal wieder.

Nicht dramatisch.
Nicht panisch.
Eher unterschwellig.

„Andere sind weiter.“
„Andere wirken souveräner.“
„Andere scheinen genau zu wissen, was sie tun.“

Und du? Du machst halt. Denkst nach. Hinterfragst. Lernst. Versuchst, es gut zu machen.

 


 

1. Warum sich viele Unternehmer unterschätzen

Die meisten Selbstständigen und Unternehmer, mit denen ich spreche, haben eines gemeinsam:

Sie sehen sehr genau, was noch fehlt.

  • Was sie noch nicht können.

  • Was sie noch nicht wissen.

  • Was sie noch besser machen könnten.

Was sie dagegen kaum sehen:

  • wie viel sie schon geschafft haben.

  • wie viel Verantwortung sie längst übernehmen.

  • wie viele Entscheidungen sie täglich treffen.

Das liegt nicht an mangelndem Selbstbewusstsein. Sondern oft daran, dass Wachstum schleichend passiert.

Man merkt es nicht an einem großen Moment. Sondern eher daran, dass Dinge, die früher mühsam waren, heute einfach laufen.

Und genau das macht sie so unsichtbar.

 

2. Das unsichtbare Maß für „weit genug“

Es gibt kein offizielles Siegel. Keinen Meilenstein, bei dem jemand sagt:

„So. Ab jetzt darfst du dich Unternehmer nennen.“

Es gibt nur innere Marker – gerade im unternehmerischen Alltag.
Und die sind unbequem, weil sie sich nicht zählen lassen.

Zum Beispiel:

  • Du triffst Entscheidungen, auch wenn du nicht alle Infos hast.

  • Du hältst Unsicherheit aus, ohne sofort alles umzuwerfen.

  • Du bleibst auf dein Ziel fokussiert, obwohl es rechts und links immer Ablenkungen gibt.

  • Du weißt, was nicht (mehr) zu dir passt.

Das fühlt sich nicht spektakulär an. Eher ruhig. Manchmal sogar unscheinbar.

Aber genau das ist oft ein Zeichen von Reife.

 

3. Warum Zweifel nichts mit Inkompetenz zu tun haben

Viele glauben: Wenn ich zweifle, bin ich noch nicht so weit.

Dabei ist oft das Gegenteil der Fall.

Menschen, die reflektieren, zweifeln – gerade im Business.
Menschen, die Verantwortung ernst nehmen, zweifeln.
Menschen, die nicht einfach irgendwas versprechen wollen, zweifeln.

Der Unterschied liegt nicht darin, ob du zweifelst.
Sondern darin, was du daraus machst.

Bleibst du stehen – oder gehst du trotzdem weiter?
Versteckst du dich – oder zeigst du dich mit dem, was jetzt da ist?

 

4. Was Reife im Business und als Unternehmer wirklich ausmacht

Nicht:

  • alles zu wissen

  • immer sicher zu sein

  • keine Fragen mehr zu haben

Sondern:

  • Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie sich nicht perfekt anfühlen

  • Dinge zu vereinfachen, statt immer mehr draufzupacken

  • dir selbst zuzutrauen, dass du lernst, wenn Neues kommt

Viele denken, Reife müsse sich besonders souverän anfühlen.
Dabei fühlt sie sich oft eher so an:

„Ich weiß nicht alles – aber ich weiß, dass ich damit umgehen kann.“

Und das reicht.

 

5. Ein kleiner Blick nach außen

Manchmal zeigt sich diese Unsicherheit auch in äußeren Dingen.
Zum Beispiel darin, wie man über sich spricht.
Oder wie man sich zeigt.
Oder wie man Entscheidungen vor sich herschiebt, weil sie „noch nicht rund genug“ sind.

Nicht, weil man unfähig wäre.
Sondern weil man sich selbst noch nicht ganz glaubt.

Das ist kein Makel.
Das ist ein Übergang.

 

6. Ein Gedanke zum Mitnehmen

Vielleicht bist du nicht „noch nicht so weit“.
Vielleicht bist du einfach mittendrin.

Und mittendrin fühlt sich selten souverän an.
Eher tastend. Denkend. Suchend.

Wenn du also gerade an dir zweifelst,
kann das auch ein Zeichen dafür sein,
dass du dein Business ernst nimmst.

Und das ist eine ziemlich gute Grundlage.

 

7. Infobox

Wenn du dich gerade fragst, ob du schon weit genug bist, frag dich stattdessen:

  • Was habe ich mir vor einem Jahr noch nicht zugetraut – und mache es heute einfach?

  • Wo treffe ich Entscheidungen schneller als früher?

  • Was würde ich jemandem raten, der heute dort steht, wo ich vor zwei Jahren war?

Die Antworten sind oft ehrlicher als jeder Vergleich.

 

👉 Wenn du magst, erzähl mir gern, wo du gerade stehst. Schreib mir hier 📧
Manches wird leichter, wenn man es einmal ausspricht.

PS: Wachstum fühlt sich selten spektakulär an. Meist passiert es unauffällig – mitten im Alltag.

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