Was auf eine gute Architekten-Website gehört – und was du getrost weglassen kannst

Du entwirfst Räume, in denen Menschen leben, arbeiten, ankommen. Du denkst in Grundrissen, Materialien, Lichtverläufen. Jedes deiner Projekte erzählt eine Geschichte – von der ersten Skizze bis zum fertigen Bau.

Und dann ist da deine Website.

Vielleicht hast du sie irgendwann zusammengebaut. Vielleicht hat sie jemand für dich gemacht, vor ein paar Jahren. Vielleicht funktioniert sie – technisch gesehen. Aber mal ehrlich: Zeigt sie wirklich, wer du bist und wie du arbeitest?

 

Die meisten Architekten-Websites haben ein ähnliches Problem:

  • Sie sehen gut aus, aber sie erklären nichts.

  • Sie zeigen Bilder, aber keine Haltung.

  • Sie haben eine Kontaktseite, aber keinen Grund, sie zu benutzen.

 

Dabei ist deine Website oft der erste Ort, an dem potenzielle Bauherren entscheiden: Passt diese Person zu meinem Projekt – oder klicke ich weiter?

Nicht weil sie oberflächlich wären. Sondern weil sie online kaum eine andere Möglichkeit haben, dich einzuschätzen. Deine Website ist ihr erster Eindruck. Und dieser Eindruck zählt.

In diesem Artikel zeige ich dir, was auf eine gute Architekten-Website gehört. Welche Seiten du wirklich brauchst, was draufstehen sollte – und was du getrost weglassen kannst. Praxisnah, ohne Webchinesisch, direkt umsetzbar.

Laptop mit Website-Entwurf neben einem ausgedruckten Architektur-Grundriss auf einem Holzschreibtisch, Kaffeetasse und Sukkulente im Hintergrund – Symbolbild für eine professionelle Architekten-Website

Deine Architekten-Website ist deine digitale Präsenz. Dein Online-Schaufenster im WWW.

 


 

Warum viele Architekten-Websites nicht das tun, was sie sollten

Die meisten Architekten-Websites sehen ästhetisch ansprechend aus. Das ist nicht das Problem.

Das Problem ist: Sie funktionieren wie eine Galerie. Schöne Bilder, wenig Worte, kaum Orientierung. Wer nicht aus der Branche kommt, scrollt durch – und versteht nicht, was er sieht. Und genau das passiert häufiger, als man denkt.

Bauherren, die deine Website besuchen, sind meistens keine Architektur-Kenner. Sie suchen jemanden, dem sie vertrauen können. Jemanden, der ihr Projekt versteht. Jemanden, bei dem sie sich gut aufgehoben fühlen. Sie suchen nicht den besten Grundriss – sie suchen den richtigen Menschen.

Und genau da scheitern viele Websites. Nicht am Design – sondern an der Kommunikation.

Stell dir vor, du gehst in ein Restaurant. Die Einrichtung ist fantastisch. Aber es gibt keine Speisekarte, keinen Kellner, niemand begrüßt dich. Du stehst da und weißt nicht, was du tun sollst. Genau so fühlt sich ein Besuch auf vielen Architekten-Websites an.

Eine gute Architekten-Website muss drei Dinge leisten:

Erstens: Vertrauen aufbauen. Wer bist du? Wie arbeitest du? Warum gerade du?

Zweitens: Orientierung geben. Was bietest du an? Für wen? Wie läuft eine Zusammenarbeit ab?

Drittens: Den nächsten Schritt einfach machen. Was soll ein Besucher tun, wenn er interessiert ist?

Wenn deine Website diese drei Fragen beantwortet, hast du schon mehr geschafft als die meisten. Und keine Sorge: Das ist keine Raketenwissenschaft. Es braucht kein komplettes Redesign. Oft reichen gezielte Anpassungen an den richtigen Stellen.

 

Die Startseite: Dein digitaler Händedruck

Stell dir vor, jemand kommt zum ersten Mal in dein Büro. Du stehst auf, gibst die Hand, sagst kurz, wer du bist und was du machst. Vielleicht lächelst du. Vielleicht bietest du einen Kaffee an. So sollte sich deine Startseite anfühlen.

Die Startseite ist nicht der Ort für deine komplette Vita oder ein endloses Projektkarussell. Sie ist der Ort, an dem Besucher in wenigen Sekunden verstehen:

  • Wer bist du?

  • Was machst du?

  • Für wen arbeitest du?

  • Und was ist der nächste Schritt?

Fünf Sekunden. So viel Zeit gibst du einer Website im Schnitt, bevor du entscheidest: Bleibe ich – oder gehe ich? Bei deinen Besuchern ist das genauso.

Blick durch eine geöffnete Holztür in ein helles Home-Office mit Schreibtisch, Laptop und Pflanze – die Startseite als einladender erster Eindruck einer Architekten-Website

Deine Website ist wie eine Tür, die sich öffnet. Deine Besucher bekommen sofort einen ersten Eindruck und entscheiden sich, ob sie “eintreten” wollen. Oder eben nicht.

Was auf deine Startseite gehört

Eine Headline, die sofort sagt, was du tust. Nicht „Architektur mit Leidenschaft“ – das sagt alles und nichts. Sondern zum Beispiel: „Ich plane Wohnhäuser für Familien, die Wert auf Nachhaltigkeit und durchdachte Raumkonzepte legen.“ Oder: „Architektur für Menschen, die wissen, was sie wollen – aber jemanden brauchen, der es umsetzt.“

Ein kurzer Abschnitt, der deine Besucher abholt. Sprich ihre Situation an, nicht deine Qualifikation. Zum Beispiel: „Du hast eine Vision für dein Bauprojekt – und suchst jemanden, der sie versteht und professionell umsetzt. Ohne endlose Abstimmungsschleifen. Ohne böse Überraschungen.“ So fühlt sich dein Besucher sofort angesprochen – und bleibt.

Ein Überblick deiner Leistungen – kurz, nicht erschöpfend. Drei bis vier Schwerpunkte reichen. Mehr Tiefe kommt auf den Unterseiten. Denk daran: Die Startseite ist ein Appetizer, kein Fünf-Gänge-Menü.

Zwei oder drei Projektbeispiele als Vorgeschmack. Nicht zwanzig. Sondern wenige, die repräsentativ sind und auf die Projektseite verlinken. Am besten mit einem Satz dazu, der erklärt, was das Besondere an diesem Projekt war.

Ein deutlicher Call-to-Action. Zum Beispiel ein Button mit „Lass uns über dein Projekt sprechen“ oder „Erstgespräch vereinbaren“. Ohne diesen Button wissen deine Besucher nicht, was sie als Nächstes tun sollen – und verlassen die Seite.

Tipp: Deine Startseite sollte auch auf dem Handy gut funktionieren. Viele Bauherren schauen sich Websites unterwegs an – beim Warten, beim Pendeln, auf der Baustelle. Wenn deine Startseite auf dem Smartphone nicht gut aussieht oder schwer zu bedienen ist, verlierst du potenzielle Anfragen.

 

Die Über-mich-Seite: Mehr als ein Lebenslauf

Die Über-mich-Seite ist eine der meistbesuchten Seiten auf jeder Website. Und gleichzeitig die, die am häufigsten verschenkt wird.

Warum? Weil die meisten Architekten dort ihren Lebenslauf aufschreiben. Studium, Büros, Auszeichnungen, vielleicht noch eine Mitgliedschaft in der Kammer. Sachlich korrekt, aber menschlich distanziert.

Bauherren wollen aber nicht deinen CV lesen. Sie wollen verstehen, wer du bist. Wie du denkst. Warum du Architektur machst. Was dich antreibt. Denn am Ende entscheiden sich Menschen für Menschen – nicht für Qualifikationslisten.

Was auf die Über-mich-Seite gehört

Ein echtes Foto von dir. Kein Stockfoto, kein Logo, kein leerer Schreibtisch. Du. Gern in deinem Büro, auf einer Baustelle, bei der Arbeit – oder auch einfach in einem Moment, der dich zeigt, wie du bist. Das schafft Nähe und gibt deinen Besuchern ein Gesicht, mit dem sie sich verbinden können.

Helles Fotografie-Setting mit Kamera auf Stativ, leerem Holzstuhl und aufgeschlagenem Notizbuch.

Hochwertige Fotos von dir und deiner Arbeit sind für eine professionelle Architekten Website unverzichtbar.

Deine Geschichte – aber die richtige. Nicht: „Ich habe 2009 mein Studium abgeschlossen und arbeite seitdem als Architektin.“ Sondern: „Nach zehn Jahren in großen Büros habe ich gemerkt: Ich will nicht am Fließband planen. Ich will mit Menschen arbeiten, die ihr Projekt genauso ernst nehmen wie ich. Deshalb habe ich mich selbstständig gemacht.“ Spürst du den Unterschied? Die zweite Version hat Haltung. Sie zeigt, wer du bist – nicht nur, was du gemacht hast.

Deine Haltung. Was ist dir bei der Arbeit wichtig? Wie gehst du an Projekte heran? Was macht dich anders als andere? Das muss kein Roman sein – drei bis fünf Sätze reichen oft. Aber diese Sätze sollten echt sein. Nicht aus einer Vorlage, sondern aus deinem Kopf.

Stationen, die deine Kompetenz unterstreichen – aber eingebettet in den Text, nicht als trockene Liste. „In meiner Zeit bei [Büro XY] habe ich gelernt, wie man Großprojekte koordiniert. Heute nutze ich diese Erfahrung, um auch kleine Projekte effizient und strukturiert umzusetzen.“ So werden Stationen lebendig.

Optional: Was dich neben der Architektur ausmacht. Ein Hobby, eine Leidenschaft, ein Detail. Das muss nicht lang sein – aber es macht dich greifbar. Und es gibt Bauherren einen Anknüpfungspunkt fürs erste Gespräch.

Tipp: Schreib diese Seite so, als würdest du jemandem bei einem Kaffee erzählen, warum du das machst, was du machst. Genau dieser Ton funktioniert.

 

Die Projektseite: Zeigen, was du kannst – aber richtig

Hier wird es für viele Architekten knifflig. Denn die Projektseite ist oft das Herzstück der Website – und gleichzeitig die größte Baustelle.

Das Problem: Viele Projektseiten sind reine Bildergalerien. Schöne Fotos, keine Erklärung. Wer nicht aus der Branche kommt, versteht nicht, was er sieht – und kann nicht einschätzen, ob du die richtige Person für sein Projekt bist.

Stell dir vor, du gehst in eine Galerie und siehst 30 Bilder nebeneinander. Ohne Titel, ohne Beschreibung, ohne Einordnung. Vielleicht findest du ein paar davon schön. Aber verstehen wirst du nichts. Und genau so geht es Bauherren auf vielen Architekten-Websites.

Drei ausgedruckte Fotos moderner Holzhäuser auf einem Holztisch, daneben Post-its mit den Worten Familie, Herausforderung und Licht – so erzählen Projekte auf einer Architekten-Website eine Geschichte

Zeige nur solche Projekte auf deiner Website, die du auch in Zukunft haben möchtest.

Was auf die Projektseite gehört

Weniger Projekte, dafür besser erzählt. Fünf bis acht gut dokumentierte Projekte sind mehr wert als dreißig Bilder ohne Kontext. Wähl Projekte aus, die repräsentativ für deine Arbeit und deine Wunschkunden sind. Wenn du vor allem Einfamilienhäuser planst, zeig Einfamilienhäuser – nicht den Gewerbepark von 2018.

Zu jedem Projekt: eine kleine Geschichte. Was war die Ausgangssituation? Was war die Herausforderung? Was hast du daraus gemacht? Das muss kein langer Text sein – drei bis fünf Sätze geben schon viel Kontext.

Zum Beispiel: „Ein junges Paar. Ein schmales Grundstück. Der Wunsch nach offenem Wohnen und viel Tageslicht. Die Lösung: ein zweigeschossiges Wohnhaus mit versetzten Ebenen, das den begrenzten Raum maximal nutzt.“ Siehst du, was passiert? Plötzlich hat das Projekt einen Kontext. Plötzlich kann sich ein Bauherr vorstellen: So könnte das auch bei mir aussehen.

Hochwertige Fotos – aber mit Beschriftung. Was sehe ich auf dem Bild? Welcher Raum ist das? Was ist das Besondere? Deine Besucher sind keine Architekten. Hilf ihnen, deine Arbeit zu verstehen und zu würdigen.

Fakten zum Projekt: Standort, Größe, Bauzeit, Leistungsumfang. Das gibt Orientierung und hilft potenziellen Bauherren, sich einzuordnen: „Projekte in dieser Größenordnung macht sie also auch.“

Tipp: Ordne deine Projekte nach Typ (Wohnhaus, Umbau, Gewerbe) oder Thema (Nachhaltigkeit, kleine Grundstücke, Sanierung). Das macht es einfacher, sich zurechtzufinden – und zeigt gleichzeitig, dass du strukturiert arbeitest.

 

Die Leistungsseite: Was du anbietest – und was Bauherren davon haben

Viele Architekten listen ihre Leistungsphasen auf: LP1 bis LP9, vielleicht noch Baubegleitung und Innenausbau. Fachlich korrekt – aber für Bauherren oft ein Rätsel. Die meisten Menschen wissen nicht, was LP3 bedeutet. Und sie müssen es auch nicht wissen.

Was deine Besucher wissen wollen: Was habe ich davon, wenn ich mit dir arbeite? Was wird einfacher? Was wird besser? Was wird möglich?

Was auf die Leistungsseite gehört

Deine Leistungen – aber in verständlicher Sprache. Statt „Leistungsphase 3: Entwurfsplanung“ lieber: „Wir entwickeln gemeinsam den Entwurf für dein Projekt – so lange, bis du sagst: Ja, genau so will ich wohnen.“

Den Nutzen neben jeder Leistung. Nicht nur was du machst, sondern was es bringt. Zum Beispiel: „Ich übernehme die Bauleitung – damit du nicht jedes Mal selbst auf der Baustelle stehen musst und trotzdem die Gewissheit hast, dass alles nach Plan läuft.“ Das ist es, was Bauherren hören wollen.

Einen groben Ablauf: Wie sieht eine Zusammenarbeit mit dir aus? Vom Erstgespräch bis zur Schlüsselübergabe. Das nimmt Unsicherheit und gibt deinen Besuchern das Gefühl: Okay, diese Person hat einen Plan. Ich bin in guten Händen.

Zum Beispiel: 1. Erstgespräch – Wir lernen uns kennen und sprechen über dein Projekt. Unverbindlich, ca. 30 Minuten. 2. Entwurf – Ich entwickle erste Ideen und präsentiere dir Entwürfe. 3. Planung – Wir verfeinern alles bis ins Detail. 4. Umsetzung – Ich begleite dein Projekt bis zur Fertigstellung.

Eine Preisorientierung – wenn möglich. Du musst keine exakten Zahlen nennen. Aber ein Satz wie „Mein Honorar richtet sich nach den Baukosten und dem Umfang des Projekts – im Erstgespräch gebe ich dir eine erste Einschätzung“ nimmt schon viel Unsicherheit. Denn nichts hält potenzielle Bauherren mehr zurück als die Angst, sich etwas nicht leisten zu können – ohne es überhaupt zu wissen.

Tipp: Wenn du verschiedene Schwerpunkte hast (zum Beispiel Neubau, Umbau, Innenarchitektur), teile sie in eigene Abschnitte auf. So finden sich Besucher schneller zurecht – und du kannst für jeden Bereich gezielt den Nutzen beschreiben.

 

Die Kontaktseite: Mach den nächsten Schritt einfach

Die Kontaktseite ist der Moment der Wahrheit. Dein Besucher hat sich durch die Website gelesen, findet dich sympathisch und kompetent – und jetzt soll er den nächsten Schritt machen.

Und genau hier verlieren viele Websites ihre Besucher. Weil die Kontaktseite entweder zu wenig bietet („Kontakt“ als Überschrift und darunter eine E-Mail-Adresse) oder zu viel verlangt (ein Formular mit 15 Feldern).

Menschen, die sich bei dir melden wollen, haben in diesem Moment oft noch einen letzten Funken Unsicherheit. Deine Kontaktseite muss diesen Funken löschen – nicht anfächeln.

Was auf die Kontaktseite gehört

Eine kurze, warme Einleitung. Zum Beispiel: „Du hast ein Bauprojekt im Kopf? Lass uns darüber sprechen. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, ob und wie ich dich unterstützen kann – ganz unverbindlich.“ Das nimmt Druck raus und macht den Schritt leichter.

Verschiedene Kontaktmöglichkeiten. Manche Menschen rufen lieber an, manche schreiben lieber eine Mail, manche buchen direkt online. Gib deinen Besuchern die Wahl – denn jeder Mensch hat einen anderen Weg, sich wohlzufühlen.

Ein einfaches Kontaktformular. Name, E-Mail, kurze Nachricht – mehr braucht es nicht. Keine zehn Pflichtfelder, kein Dropdown-Menü mit 15 Optionen. Je weniger Felder, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass jemand das Formular auch wirklich abschickt.

Erklär, was danach passiert. „Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden bei dir.“ Oder: „Buch dir direkt einen Termin für ein kostenloses Erstgespräch (30 Minuten).“ Das nimmt die letzte Unsicherheit – denn viele Menschen zögern, weil sie nicht wissen, was nach dem Klick passiert.

Tipp: Verteile Kontaktmöglichkeiten nicht nur auf die Kontaktseite. Ein Button oder Link zum Kontakt gehört auf jede wichtige Seite deiner Website. Denn die Entscheidung, sich zu melden, fällt selten auf der Kontaktseite selbst – sondern beim Lesen deiner Projekte, deiner Leistungen oder deiner Über-mich-Seite.

 

Brauche ich einen Blog als Architektin?

Kurze Antwort: Du musst nicht. Aber es kann sich enorm lohnen.

Ein Blog ist keine Pflichtübung. Aber wenn du regelmäßig über Themen schreibst, die deine Wunschkunden beschäftigen – zum Beispiel „Was kostet ein Architekt?“, „Neubau oder Sanierung – was lohnt sich?“ oder „Wie läuft ein Bauprojekt ab?“ – dann verbessert das deine Sichtbarkeit bei Google enorm.

Außerdem zeigt ein Blog, dass du dein Fach verstehst. Er gibt potenziellen Bauherren die Möglichkeit, dich kennenzulernen, bevor sie zum Hörer greifen. Und er beantwortet Fragen, die Bauherren sonst im Erstgespräch stellen würden – das spart dir und deinen Interessenten Zeit.

Aber: Lieber kein Blog als ein Blog mit drei Einträgen von 2021. Nichts wirkt weniger professionell als eine Seite, die seit Jahren nicht angefasst wurde. Wenn du dich für einen Blog entscheidest, dann regelmäßig. Einmal im Monat reicht völlig.

Tipp: Schreib über Fragen, die dir Bauherren im Erstgespräch immer wieder stellen. Wenn du die gleiche Frage schon fünfmal beantwortet hast, lohnt sich ein Blogartikel. Garantiert.

 

Was du getrost weglassen kannst

Nicht alles, was man auf einer Website zeigen könnte, sollte man auch zeigen. Gerade bei Architekten sehe ich oft Inhalte, die mehr verwirren als helfen. Hier kommt, was du weglassen darfst – ohne ein schlechtes Gewissen:

Endlose Projektgalerien ohne Kontext. Zwanzig Projekte nebeneinander, ohne Beschreibung, ohne Einordnung? Das überfordert. Bauherren können nicht einschätzen, was sie sehen – und klicken weiter. Lieber weniger Projekte, dafür mit Geschichte.

Fachbegriffe, die nur Kollegen verstehen. Deine Bauherren wissen nicht, was LP5 bedeutet. Sie kennen weder BRI noch GFZ. Und sie müssen es auch nicht wissen. Erklär, was du machst – in Worten, die jeder versteht.

Eine News-Seite, die seit 2022 nicht aktualisiert wurde. Nichts wirkt weniger professionell als veraltete Inhalte. Wenn du keine regelmäßigen News hast, dann lieber gar keine News-Seite. Das ist besser, als den Eindruck zu erwecken, dass sich bei dir seit Jahren nichts tut.

Stockfotos von Händen, die einen Grundriss halten. Du bist Architektin. Du hast echte Projekte, echte Baustellen, echte Räume. Zeig die. Echte Bilder schlagen jedes Stockfoto – immer. Und sie schaffen etwas, das kein gekauftes Bild kann: Glaubwürdigkeit.

Ein Slider auf der Startseite mit fünf verschiedenen Bildern. Slider sehen hübsch aus, aber die meisten Besucher sehen nur das erste Bild. Der Rest verschwindet im Nirwana. Setz lieber auf ein starkes Hauptbild mit einer guten Überschrift.

Zu viele Menüpunkte. Startseite, Projekte, Leistungen, Über mich, Kontakt – das reicht. Alles darüber hinaus macht die Navigation unübersichtlich und erschwert es deinen Besuchern, sich zurechtzufinden. Weniger ist hier wirklich mehr.

Ein langer Fußbereich mit Zertifikaten, Logos und Auszeichnungen. Natürlich darfst du stolz darauf sein. Aber wenn der Footer länger ist als manche Unterseite, stimmt das Verhältnis nicht. Wähl zwei bis drei aus, die wirklich zählen.

 

Infobox: Checkliste für deine Architekten-Website

Geh diese Punkte einmal durch – und sei ehrlich zu dir:

☐ Versteht ein Besucher in 10 Sekunden, was du machst und für wen?

☐ Gibt es ein echtes Foto von dir auf der Website?

☐ Erzählst du auf der Projektseite Geschichten – oder zeigst du nur Bilder?

☐ Beschreibst du den Nutzen deiner Leistungen – nicht nur die Leistungen selbst?

☐ Ist dein Ablauf (vom Erstgespräch bis zum fertigen Bau) auf der Website erklärt?

☐ Gibt es eine Preisorientierung oder zumindest einen Hinweis darauf?

☐ Sind echte Kundenstimmen oder Referenzen auf der Website?

☐ Ist auf jeder wichtigen Seite ein Button oder Link zum Kontakt?

☐ Funktioniert die Website auf dem Handy genauso gut wie am Computer?

☐ Fühlt sich die Website menschlich an – oder eher wie ein Hochglanzmagazin?

 

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Aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebener Checkliste und Häkchen auf einem Holztisch, daneben eine Tasse Tee – Website-Check für Architekten

Weniger als 7 Haken? Dann hat deine Website Potenzial, das du gerade nicht nutzt.

 

Mini-FAQ: Häufige Fragen zur Architekten-Website

  • Fünf bis sechs Seiten reichen in den meisten Fällen völlig aus: Startseite, Projekte, Leistungen, Über mich, Kontakt – und optional ein Blog. Mehr Seiten bedeuten nicht automatisch mehr Wirkung. Im Gegenteil: Zu viele Seiten können Besucher überfordern.

  • Nicht zwingend. Aber eine grobe Orientierung hilft enorm. Bauherren wollen wissen, ob sie sich in der richtigen Größenordnung bewegen – sonst trauen sie sich gar nicht erst, dich zu kontaktieren. Ein Satz wie „Mein Honorar richtet sich nach den Baukosten und dem Projektumfang – im Erstgespräch gebe ich dir eine Einschätzung“ reicht oft schon.

  • Qualität vor Quantität. Fünf bis acht gut dokumentierte Projekte mit Kontext und Geschichte sind besser als dreißig Bilder ohne Erklärung. Wähl Projekte, die zu deinen Wunschkunden passen.

  • Für deine Projekte und dein Porträt: ja, unbedingt. Gute Fotos machen einen riesigen Unterschied und sind eine der besten Investitionen in deine Website. Bei Blog- oder Social-Media-Bildern dürfen es auch Smartphone-Fotos sein.

  • Zu viele Bilder, zu wenig Worte. Besucher verstehen oft nicht, was sie sehen – und finden keinen Zugang zu deiner Arbeit. Projekte ohne Kontext sind wie ein Film ohne Ton: schön anzuschauen, aber schwer zu verstehen.

 

Ein guter Startpunkt

Deine Website muss kein Meisterwerk sein. Aber sie sollte zeigen, wer du bist, was du machst und wie eine Zusammenarbeit mit dir aussieht. Nicht perfekt – sondern ehrlich, verständlich und einladend.

Wenn du merkst, dass deine aktuelle Website das gerade nicht leistet, ist das kein Grund für Frust. Es ist eine Gelegenheit. Manchmal reichen ein paar gezielte Anpassungen. Manchmal braucht es einen frischen Start. Und manchmal hilft ein Blick von außen, um zu sehen, wo das größte Potenzial liegt.

Deine Arbeit spricht für sich – aber nur, wenn deine Website sie auch sprechen lässt.

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